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Knut Volkenand Wahlkampf 2009
Top-Politiker sind immer auch `Marke`


Knut Volkenand
Diplom-Sozialwissenschaftler und Markenentwickler

www.m-28.de

bei Fragen oder Kommentaren,
melden Sie sich bitte bei mir direkt:
knut.volkenand@charismakurve.de


18.08.2009
Mensch Steinmeier - Marke Merkel?


Sonntag abend in RTL: Townhall Meeting mit Steinmeier.
Quotenabsturz auf grade mal 4 %. Abstimmung per Fernbedienung. Die Wähler scheinen nicht interessiert an der Marke Steinmeier.

Der Marke scheint ein wichtiges Element zu fehlen: die Möglichkeit sich mit ihr identifizieren zu können, mit ihr zu leiden und mit ihr zu jubeln.

Warum ist das so? Identifizierung funktioniert nur, wenn Marken über längere Dauer eine authentische Identität aufbauen.

Und das spüren Verbraucher (und Wähler) sehr genau - wenn sich z.B. wahltaktische Brüche auftuen, die nicht stimmig zur Persönlichkeit und erlebten Geschichte der Kandidaten passen.

Da ist zB. ein Unterschied zwischen Steinmeier - Schröder:
Schröder war in seinen besten Zeiten als Wahlkampfmachine glaubwürdig und authentisch.Er hatte authentisch die Ausstrahlung "Kämpfer" - " das ist einer, der uns in Krisenzeiten gut durch stürmische Gewässer bringt." Und er war einer, den man cool finden konnte, über den man sich heftig streiten konnte.

Steinmeier wäre vielleicht ein guter Kanzler - aber die Menschen spüren, das seine betont (wahl-) kämpferische Seite nicht authentisch ist.

Und wer oder was sollte sich mit der Marke Steinmeier identifizieren?
Welche Kraft gibt mir diese Marke? - Wie stolz kann ich auf sie sein? Was vermittelt sie mir für ein Lebensgefühl?

Die Marke Merkel war 2005 ein erkennbarer Gegenentwurf zu Schröder. Ein Gegenentwurf, den alle mögen konnten, die das Laute und Brachiale an Schröder nicht mochten.
Die Marke Merkel bot Lösungen/Identifizierungen für all diejenigen, die es ohne (Macher-)Charisma schaffen wollten.

Nur: heute ist Angela Merkel das Original, das Marktführer-Top-Produkt sozusagen - und Steinmeier ist für die Wähler kein echter spürbarer Gegenentwurf, sondern eher das Me- too-Produkt.

Und weil das Leben ungerecht ist, wirken diese Mechanismen und Wahrnehmungen weitgehend unabhängig von der möglichen Richtigkeit eines Arbeitsplatzprogramms 2020.


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